Sie sind hier: Reisetipps | Flugreisen | Direktflug

Flugangst Banner

Flugangst

So schön das Reisen und Entdecken ferner Länder ist, für manche Menschen ist eine Flugreise allerdings auch verbunden mit einem mulmigen Gefühl oder gar mit Angst.

Betroffene leiden dann häufig schon unter Angstzuständen, wenn sie nur an das Einsteigen in einen Flieger denken. Für Urlaubsreisende, aber vor allem für berufliche Vielflieger, kann das enorm belastend sein. Das Angstempfinden reicht von leichter Beunruhigung bis hin zu massivem Stress und Ängsten.

In den meisten Fällen kann die Flugangst allerdings mithilfe einer Therapie schnell bewältigt werden. Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen, was Sie selbst tun können und wie sich Flugangst überwinden lässt.

Flugangst

Was eigentlich ist Flugangst?

Flugangst (Aviophobie) ist eine der spezifischen Phobien. So werden Ängste genannt, die Personen vor bestimmten Objekten oder Situationen haben. In diesem Fall ist es das Fliegen.

Obwohl das Flugzeug statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel ist, haben viele Passagiere ein mulmiges Gefühl, wenn sie in ein Flugzeug einsteigen. Grund dafür ist häufig die Sorge vor einem Absturz. Bei Menschen mit ausgeprägter Flugangst ist der Stress jedoch so groß, dass ein Flug zur reinsten Qual wird.

Häufig kommen auch weitere Ängste hinzu:

- Platzangst: Die Tatsache, im Flieger eingesperrt zu sein für die nächsten Stunden, kann zu Panik führen.

- Höhenangst: Alleine der Gedanke an die Reisehöhe, sorgt bei vielen Menschen schon für Schwindel.

- Angst vor Technik: Die Komplexität der Flugzeugtechnik nicht einschätzen zu können, kann beängstigend sein.

- Kontrolle abgeben: Probleme, dem Piloten das eigene Leben anzuvertrauen.

- Schlechte Erfahrungen: Turbulenzen oder ein Landeabbruch, bei dem der Flieger durchstarten musste, können ebenfalls Ängste auslösen.

Flugangst Turbulenzen

Symptome bei Flugangst

Aviophobie kann sowohl psychische als auch damit verbundene körperliche Symptome auslösen. Häufig findet eine selektive Wahrnehmung statt und Betroffene fokussieren nur noch auf die negativen Gedanken und die negativen Geschehnisse der seltenen Ausnahmen, in denen es beispielsweise zu einem Flugzeugunglück kam. Baut sich die Angst sehr stark auf, können daraus sogar Panikattacken entstehen.

- Typische körperliche Symptome sind:

- Erhöhter Herzschlag bis hin zu Herzrasen

- Schweißausbrüche

- Muskelanspannung & Zittern

- Flache Atmung und dadurch ausgelöster Schwindel bis hin zur Ohnmacht

- Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen

 

Was tun gegen Flugangst?

Die folgenden Tipps gegen Flugangst können dabei helfen, zukünftige Flugreisen erträglicher zu machen:

- Den Flug rechtzeitig im Voraus buchen und sich darauf vorbereiten.

- Entspannungstechniken und Atemübungen erlernen und passende Apps auf das Mobiltelefon oder Tablet herunterladen zum Anhören während des Fluges.

- Sich Wissen über das Fliegen und über Flugzeuge aneignen.

- Mit Begleitung fliegen.

- Das Flugpersonal an Bord über die Ängste informieren.

- Ablenkung während des Fluges, z.B. lesen oder Film schauen.

- Auf Alkohol verzichten.

- Einen Sitzplatz über den Tragflächen wählen, dort schwankt das Flugzeug weniger.

- Eventuell können Reisetabletten helfen, welche eigentlich gegen Übelkeit und Schwindel sind. Da sie aber auch etwas müde machen, können sie dabei helfen zu entspannen oder etwas zu schlafen.

Flugkabine

Bei ausgeprägter Flugangst sollte am besten ein Therapeut oder der Hausarzt aufgesucht werden. Eine Verschreibung einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) kann dabei helfen, effektiv gegen die Flugangst zu wirken. Flugangst Tabletten und Beruhigungsmittel, wie etwa Benzodiazepine, können in speziellen Ausnahmesituationen vom Arzt verschrieben werden, sind aber aufgrund hoher Suchtgefahr und anderen Nebenwirkungen eher weniger gut geeignet.

Viele Fluggesellschaften organisieren übrigens auch regelmäßige Seminare zum Thema Flugangst.

Zurück zur Übersicht